6. März 2013

Erinnerungsfeier 2013

Liebe Frau Rolf, wir – meine Schwester und ich – möchten uns bei Ihnen sehr herzlich bedanken für das schöne und stimmige Erinnerungsritual am vergangenen Sonntag.
Wir haben uns sehr aufgehoben und verbunden gefühlt in dieser gemeinschaftlichen Erinnerungsstunde. Wie schön, dass Sie dieses Gedenken für die Verstorbenen organisieren. Herzliche Grüße und eine gute Zeit
 
 
Einmal im Jahr halten wir inne, laden ein zu dieser Feierstunde, um gemeinsam mit Ihnen, den Angehörigen, an die Frauen, Männer, Jugendlichen und Kinder zu denken, die im vergangenen Jahr verstorben sind. Wir möchten, dass sich Menschen begegnen, die gerade in ähnlichen Lebenssituationen sind, die einander verstehen können in dem, was sie bewegt, in dem, was schwer ist, was gut gelingt, was nicht so gut gelingt.
 
In dem Buch „Die Brüder Löwenherz“ von Astrid Lindgren heißt es: „Lange saßen sie dort und hatten es schwer. Aber sie hatten es gemeinsam schwer. Und das war ein Trost.“ Wir wünschen uns, dass etwas von diesem Trost auch heute spürbar wird. Wir möchten mit dieser Feier auch unsere Überzeugung zum Ausdruck bringen, dass die Menschengemeinschaft aus Lebenden und Verstorbenen besteht, dass wir einander - auch über den Tod hinaus - nahe und verbunden bleiben.
 
Wenn ein geliebter Mensch stirbt, müssen wir hergeben, was wir nicht behalten können, müssen loslassen, was wir nicht festhalten können. Und zugleich dürfen wir ganz vieles weiterhin leben und teilen, bewahren und als kostbaren Schatz behüten.
 
 
 
Liebe Frau Rolf, herzlichen Dank für die wunderbare Erinnerungsfeier. Die musikalische Begleitung durch Herrn Schöller hat mir sehr gut gefallen. Ich bin dankbar, dass ich es doch geschaft habe, dabei zu sein. Herr Caemmerer war so nett und hat für meine Mutter die Kerze angezündet, weil ich dazu nicht in der Lage war. Eigentlich wollte ich am Sonntag auf den Friedhof gehen, aber diese Erinnerungsfeier hat mir sehr viel mehr gegeben. Ich sehe noch immer die vielen leuchtenden Kerzen vor mir. Nochmals vielen Dank für diese eindrucksvolle Feier. Liebe Grüße
  
 
Vergiss deine Träume nicht, wenn die Nacht über dich hereinbricht und Dunkelheit dich gefangen nimmt.
Ich wünsche dir, dass dich all das Unerfüllte und Verlorengegangene in deinem Leben nicht erdrückt, sondern vertieft und deinen Blick für das schärft, was du an Gutem und Schönem empfangen und geschaffen hast.
Ich wünsche dir, dass deine Traurigkeiten nicht vergeblich sind, sondern dass sie dir dabei helfen, aus der Berührung mit deinen Tiefen und Abgründen auch deine Freude und dein Glück neu zu entdecken und neu zu erleben.
Hab Vertrauen. Deine Seele weiß, dass in der Tiefe Heilung schlummert und bald in dir ein neuer Tag erwacht.
 
 
Liebe Frau Rolf! Leider war es mir gestern am Ende der von Ihnen und Ihren Mitarbeitenden so wunderschön und einfühlsam gestalteten Erinnerungsfeier nicht möglich, dafür zu danken. Dies möchte ich jetzt aber unbedingt nachholen. Danke, danke, danke. Der Blick auf das Lichtritual hat mich sehr angerührt, ich fühlte mich dabei aber sehr geborgen.Auch hatte ich das gute Gefühl, meinem verstorbenen Mann sehr nahe zu sein. Mit herzlichen Grüßen...
 
 
Beim Aufgang der Sonne und bei ihrem Untergang erinnern wir uns an euch.
Beim Wehen des Windes und in der Kälte des Winters erinnern wir uns an euch.
Beim Öffnen der Knospen und in der Wärme des Sommers erinnern wir uns an euch.
Beim Rauschen der Blätter und in der Schönheit des Herbstes erinnern wir uns an euch. Zum Beginn eines Jahres und wenn es zu Ende geht erinnern wir uns an euch.
Wenn wir müde sind und Kraft brauchen erinnern wir uns an euch.
Wenn wir verloren sind und krank in unserem Herzen erinnern wir uns an euch.
Wenn wir Freude erleben, die wir so gerne mit euch teilen würden, erinnern wir uns an euch.
Solange wir leben werdet auch ihr leben, denn ihr seid und bleibt ein Teil von uns.
 

3. März 2013

Von Urnen, Preisen und anderen Problemen...

Die folgende Geschichte hat uns ein bisschen traurig gemacht, und sie zeigt, dass sich noch viel tun muss in unserer Branche, im kollegialen Umgang, im Umgang mit den Herstellern und Lieferanten, in Sachen Transparenz, Preisgestaltung und fairer Kundeninformation.

Uns erreichte folgende E-Mail einer Urnen-Herstellerin (eine ganz tolle, sympathische Frau, die wunderschöne Urnen macht):
"Liebe Frau Rolf,
ich habe eine kleine Bitte an Sie. Es geht um die Preise für meine Urnen, die Sie auf Ihrer Website veröffentlichen.
Mir ist es wichtig, dass Sie wissen, dass ich Ihre Art zu arbeiten und den Ansatz der Transparenz sehr schätze. Auf der anderen Seite führt diese Transparenz immer häufiger dazu, dass sich andere Bestatter bei mir beschweren, dass die Preise, die Sie im Internet veröffentlichen, deutlich unter den Preisen liegen, die andere Bestatter berechnen. Endkunden stoßen auch auf Ihre Preise und beschweren sich dann wiederum bei den Bestattern, die ihnen einen höheren Preis in Rechnung gestellt haben. Ebenso erweckt es den Anschein, wie wenn man als Privatperson bei Ihnen direkt eine Urne bestellen und den mit der Bestattung beauftragten Bestatter umgehen könnte. Das Ende vom Lied ist, dass Bestatter teilweise meine Urnen aus Ihrem Sortiment streichen.
Das bereitet mir im Moment Probleme.
Ich sitze zwischen allen Stühlen. Deshalb möchte ich Sie bitten, die Preise für meine Urnen auf Ihrer Internetseite zu entfernen. Eine andere Alternative wäre, die Urnen aus der Internetseite zu nehmen und nur noch in Ihren Räumlichkeiten zu präsentieren und zu verkaufen. In diesem Fall sind Sie selbstverständlich frei in der Preisgestaltung.
Ich hoffe, Sie verstehen mein Anliegen und die Problematik die sich daraus für mich ergibt. Gerne können wir auch nochmals persönlich über dieses Thema sprechen.
Liebe Grüße!"

Ich antwortete zunächst:
"Liebe Frau XXX,
uff…
Das ist für mich keine 'kleine Bitte', sondern ein ganz großes Thema.
Ich bespreche das mit Mitarbeitenden und Beratern und melde mich dann wieder.
Liebe Grüße,
Barbara Rolf"

Nach intensiven Gesprächen im Team und mit externen Beratenden, formulierten wir folgende Antwort an die Urnen-Designerin:
"Liebe Frau XXX,
vielen Dank für die offenen Worte bei Ihrer Darstellung der Problematik. Es ist mit Sicherheit nicht leicht bzw. unmöglich, es allen recht zu machen.
Die Preisgestaltung für nicht preisgebundene Waren obliegt nach meinem Kenntnisstand dem verkaufenden Unternehmen. Aus diesem Grund wird es immer Unterschiede in der Höhe des Preises für ein und dasselbe Produkt geben.
Kollegen, die sich nun bei Ihnen über unsere Preisgestaltung beschweren, sollten dies wissen. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass es Aufgabe der Großhändler ist, die Preisgestaltung der Einzelhändler zu koordinieren.
Mit der Veröffentlichung unserer Preise im Internet tragen wir im Übrigen dem Preisauszeichnungsgesetz Rechnung. Wenn Kollegen auf ihren Internetseiten keine Preise nennen, ist das deren Angelegenheit und für uns kein Anlass es ihnen gleichzutun.
Der Umstand, dass Bestatter Ihre Urnen aus ihrem Sortiment streichen, weil wir sie 'zu billig' anbieten, ist für Sie sicherlich sehr unangenehm, für uns aber nicht nachvollziehbar. Das eine hat mit dem anderen doch gar nichts zu tun. Wenn sich Angehörige bei einem Bestatter über dessen Preisgestaltung beschweren, muss er sich für seine Preispolitik erklären, und kann diese Verantwortung weder auf Sie noch auf uns abwälzen.
Selbstverständlich können Privatpersonen bei uns Urnen beziehen. Damit umgehen sie aber nicht den Bestatter. Wir sind Bestatter!
(Unabhängig davon hätte ich übrigens nicht das geringste Problem damit, wenn Angehörige ihre Urne bei Ihnen direkt oder woanders kaufen würden. Wir verkaufen in erster Linie unsere Dienstleistung - unsere Beratung, unser Handeln, unser Wissen und unser Verständnis für die Menschen. Das lassen wir uns bezahlen, und davon leben wir. Särge, Urnen, Decke und Kreuze können die Menschen, wenn sie es brauchen und wollen, gerne von uns bekommen, aber gerne auch woanders her. Wir sind keine Händler, sondern Dienstleister.)
Ich finde es sehr bedauerlich und auch unfair, dass auf Sie so ein Druck ausgeübt wird. Mir scheint jedoch, dass Kollegen versuchen, Sie vor einen Karren zu spannen, den Sie im Grunde nicht ziehen müssten.
Wir können, wenn wir uns treu bleiben und unsere Versprechen halten wollen, Ihre Wünsche nicht erfüllen, was die Veröffentlichung unseres Sortiments und/oder unserer Preise im Internet angeht und haben uns entschieden, unsere Arbeit in dieser bewährten Weise fortführen. Es steht Ihnen aber selbstverständlich frei, Ihre Urnen nur an ausgewählte Geschäftspartner zu liefern.
Mit herzlichen Grüßen,
Barbara Rolf"

Daraufhin erhielten wir diese Nachricht:
"Liebe Frau Rolf,
ich kann Ihre Ausführungen sehr gut nachvollziehen und respektiere Ihre konsequente Haltung.
Wie in meiner letzten E-Mail erläutert, ist es für uns nicht einfach, die Bedürfnisse unserer Vertriebspartner im In- und Ausland sowie der lokalen Bestatter unter einen Hut zu bringen. Hier ist das Internet Fluch und Segen zugleich. Als Hersteller schätzen wir zum einen die Transparanz, die das Internet bringt. Auf der anderen Seite führt es auch zu permanentem Unmut unserer Partner in Bezug auf die unterschiedlichen Preisgestaltungen.
Nachdem ich mir die ganze Problematik in den letzten Tagen durch den Kopf gehen hab lassen und nachdem ich mir auch nochmal einen qualifizierten Rat eingeholt habe, hat es sich bei mir verfestigt, dass ich erst einmal Ruhe in die Situation reinbringen möchte. Es fällt mir sehr schwer, aber ich möchte Sie bitten, meine Urnen aus dem Sortiment zu nehmen und nicht mehr im Internet zu präsentieren.
Ich möchte betonen, dass diese Entscheidung nicht auf einer Unzufriedenheit mit Ihnen als Geschäftspartnerin basiert, sondern im Gegenteil, dass ich Sie und Ihre Arbeit persönlich sehr schätze!
Ich hoffe, dass Sie meine Haltung respektieren können.
Mit herzlichen Grüßen"

Selbstverständlich sind wir dieser Aufforderung unverzüglich nachgekommen. Wenn auch schweren Herzens. Nicht, weil wir jetzt keine schönen Urnen mehr anbieten könnten - Urnen gibt es ungezählte, und eine ist schöner als die andere, sondern weil es einfach traurig ist. Ein Mensch wird so unter Druck gesetzt, im Grunde sogar erpresst, dass er sich von Kooperationspartnern, deren Arbeitsweise er im Grunde schätzt und begrüßt, trennen muss.

Abschließend noch ein Wort zu unserer Urnenpreisgestaltung, womit ich zeigen möchte, dass wir keine Dumpingpreise haben, sondern uns einfach nur um eine Preisgestaltung bemühen, die transparent ist und fair, dem Hersteller, uns selbst und dem Käufer gegenüber: Wir haben eine feste Formel, aus der sich unser Verkaufspreis ergibt: Einkaufspreis + Versandkosten + unser Aufschlag (= ein fixer Betrag unter 100€, bei jeder Urne gleich) + MwSt.
 
 
 

19. Januar 2013

One Billion Rising am 14.2.13 in Stuttgart

 

One Billion Rising
Steht auf | Streikt | Tanzt !


Am 14. Februar 2013 stehen Menschen rund um den Globus auf und tanzen.

Eine weltweite, friedliche Demonstration für ein Ende der seelischen und körperlichen Gewalt an Mädchen und Frauen.

Wir sind dabei, eine solche Zusammenkunft in Stuttgart zu organisieren:

Stuttgart is rising am Valentinstag, am Donnerstag, 14. Februar 2013, von 16-18 Uhr auf dem Marienplatz in Stuttgart-Süd. Kommen Sie dazu, tanzen und demonstrieren Sie mit uns, sagen Sie Nein zur Gewalt gegen Mädchen und Frauen.


16. Dezember 2012

Unsere Adventsfeier 2012

Am 06.12.2012 trafen sich Mitarbeiter und "Zuarbeiter" unseres Haues in der Unteren Körschmühle zu einem leckeren adventlichen Menu - eine kleine Dankesrede von Frau Rolf inbegriffen:

"Ich freue mich, dass wir in so großer, fast vollständiger Runde zusammen sind und unser Adventsessen gemeinsam genießen können. Wir haben es uns verdient. Jede und jeder hat auf seine Weise, an seinem Platz und mit seiner ganz eigenen Art dazu beigetragen, dass wir heute mit diesem Team arbeiten und viel bewegen können.

Wir gehen gerade durch wilde Zeiten, es gibt Herausforderungen, Baustellen und Lernfelder ohne Zahl. Aber so, wie wir uns jetzt zusammengefunden und -gerauft haben, schaue ich sehr zuversichtlich und gespannt nach vorne. Dass das möglich ist, ist Ihr/ist euer Verdienst. Dafür sage ich danke.

Es gefällt mir, dass wir ausgerechnet am Nikolaustag zusammen sind. Feiern, Essen, Genießen - das gehört schon lange zur Tradition dieses Tages.

Und auch die Erinnerung an den Heiligen Nikolaus, den Bischof von Myra. Ein Mann aus reichem Hause, der die Not anderer sah, der teilte, half, sich einsetzte für Frieden und Gerechtigkeit. Beides, was dieser Tag in den Blick nimmt, finde ich wichtig für unser Leben und für die Arbeit, die wir tun. Sich etwas gönnen. Gut zu sich sein. Sich und seine Ressouren im Blick behalten.

Und das Gebenkönnen, das Teilenkönnen, der Blick auf den Anderen, auf das, was er jetzt von mir braucht.

Wir machen jetzt zunächst mit Punkt eins weiter, das war die Sache mit dem Genießen."

Einige Impressionen vom Abend ...


´
 














 





 
Eine tierische Anekdote zum Thema "Adventsessen" gab es dann auch noch - am nächsten Morgen erreichte uns diese Nachricht von Herrn Mangold:

"Guten Morgen liebe Frau Rolf, zunächst möchten wir uns von Herzen für die Einladung gestern und das tolle Menu bedanken – ein schöner Abend! Zuhause mussten wir dann feststellen, dass unsere 2 Helden eine große Stumpenkerze aufgefressen hatten, nur der Docht war übrig. Erfahrungsgemäß geht das aber ohne bleibende Schäden ab – bei den Hunden – der Adventskranz leidet leider optisch doch ein wenig." :-)

28. September 2012

Das letzte Zimmer. Ein Projekt von Christian Eichhorn


Von einer gemeinsamen Bekannten wurde der Stuttgarter Fotograf Christian Eichhorn auf unser Unternehmen aufmerksam gemacht und kontaktierte uns.
 
Er erzählte uns von seinem aktuellen Projekt und konnte uns gleich davon begeistern: Räume, Zimmer, in denen Menschen ihre letzte Lebensphase verbrachten und in denen sie verstorben sind, fotografieren, Erinnerungen festhalten, Bilder bewahren für die Angehörigen und auch für die Gesellschaft. Er möchte Angehörigen mit diesen Bildern etwas Kostbares schenken, und er möchte einen Beitrag leisten zu unserem gesellschaftlichen und kulturellen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer. Ganz bewusst fotografiert er ein solches Zimmer erst, nachdem der verstorbene Mensch abgeholt wurde. Motiviert ist sein Projekt von der Erfahrung, dass ihm ein Bild vom Sterbezimmer seiner Mutter, das er auf besondere Weise schön und beeindruckend empfand, fehlt.

Er wird diese Fotografien im Rahmen von Ausstellungen zeigen, ebenso ist ihre Veröffentlichung in einem Bildband geplant. Mehr zu diesem Projekt erfahren Sie hier: http://www.christianeichhorn.com/galerien/projekte.html